Tatort Bremen

Blues und Swing am Wochenende in Bremen

Gestern Nacht habe ich bis 3.30h am Laptop gesessen und an meinem neuen Blog gebastelt. Klar, dass ich heute den Blues Total hatte, als ich um halb elf aufgewacht bin.Die Winterstimmung draußen mit strömendem Regen und bleigrauem Himmel half auch nicht gerade.

Ich musste unbedingt raus zur Post eine Sim-Karte, die mir ein Telefonverkäufer aufgeschwatzt hat, zurückbringen. Katzenwäsche, das T-Shirt von gestern und runter. Als ich die Haustür öffnete gab’s plötzlich eine Regenpause.

Das kleine Postamt vom Viertel liegt bei mir um die Ecke, eine Dorfpost. Als die Schiebetür aufging, stand ich in einem kleinen warmen Raum ohne Schlangen vor den beiden Schaltern. Ich hörte eine der beiden Postbeamtinnen sagen „Sie können bleiben bis zwei, dann schließen wir“. In der Ecke saß eine ältere Frau mit Plastiktüten auf dem Holzhocker vor den Postformularen. Ich ging mit meiner Retoure zum Schalter.

Auf dem Tresen marschierte ein zweijähriger Junge mit einem kleinen Pott Plastikblumen auf und ab und blieb, als ich hinzukam, auf der Paketwaage stehen. Auf meinen Spruch von den Auszubildenden, die auch immer jünger werden, bekam ich zur Antwort, dass man sich nicht früh genug um einen Ausbildungsplatz kümmern könne. Risse in der Mauer.

Nachdem ich meinen Retoureschein hatte, musste ich zum Abschluss noch an den Plastikblumen riechen. Ich drehte mich um, „Tschüss“, die Automatiktür ging auf und der Blues war einem leichten Swing gewichen.

Jetzt sitze ich wieder in meiner warmen Küche, mit einer frischen Tasse Kaffee und schaue raus in den Regen. Eigentlich ganz gemütlich so’n Wetter.

11.7.09 12:20

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